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SPD informiert sich vor Ort über Windkraft

Die alternative Energieerzeugung, insbesondere die Nutzung von Windkraft, wird auf breiter Front und sehr emotional diskutiert. In dieser Diskussion gibt es aber, zumindest im Rheingau, noch keine praktischen Erfahrungen. Um die bestehenden Informationslücken zu schließen, organisiert die SPD Oestrich-Winkel unter Leitung der Fraktionsvorsitzenden Christel Hoffmann und des Bürgermeisterkandidaten Werner Fladung deshalb eine Exkursion zu den 4 Windrädern im Binger Wald bei Waldalgesheim, die wohl jeder Rheingauer aus der Ferne schon wahrgenommen hat. Die Teilnehmer treffen sich am Samstag, dem 11. August, um 9.30 Uhr am Rüdesheimer Bahnhof, um von dort nach Bingen überzusetzen und anschließend nach Waldalgesheim zu fahren.

Zum Bearbeiten hier Bei dieser Exkursion bietet sich die Gelegenheit, Windkraftanlagen der aktuellen Generation, wie sie auch im Rheingau vorstellbar sind, im Betrieb zu erleben und sich selbst ein Bild zu machen. Bei der Besichtigung werden fachkundige Ansprechpartner vor Ort sein, die den Besuchern zu allen Fragen Rede und Antwort stehen kann.

Die SPD-Fraktion verfolgt mit dieser Informationsveranstaltung das Ziel, die aufgeladene Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen. Die Forderung der CDU, Standorte für Windräder im Rheingau zu benennen, halten die Sozialdemokraten für verfrüht. „Auf der Grundlage der Windenergiekarte des Hessischen Umweltministeriums hat das Regierungspräsidium Darmstadt eine Karte mit „Suchräumen“ für Vorrangflächen für Windenergieanlagen mit einer Windgeschwindigkeit mit mindestens 5,75 Meter pro Sekunde vorgelegt, bei Siedlungsabständen von 750 und 1000 Metern.

Derzeit werden im Regierungspräsidium unter anderem auch die Belange des Artenschutzes, so z.B. windkraftempfindliche Vogelarten und Fledermausvorkommen, sowie die Belange des Denkmalschutzes und weitere Ausschlusskriterien zur Ermittlung der Vorrangflächen abgearbeitet. Diese Vorrangflächen werden Bestandteil des Entwurfes des Fachplanes „Erneuerbare Energien“ sein, der im kommenden Jahr der Stadtverordnetenversammlung zur Stellungnahme vorgelegt werden wird, sagte Bürgermeisterkandidat Fladung.

Das Klimaschutzkonzept des Zweckverbandes Rheingau kann eine Ergänzung darstellen, z.B. für den Bereich der Biomasse.Nutzung aus dem Wald der Stadt; es kann aber keinesfalls die Arbeit der Fachbehörde bei der Ermittlung der Vorrangflächen ersetzen, so Christel Hoffmann. „Ich empfehle der CDU Oestrich-Winkel den Abschlussbericht des Hessischen Energiegipfels vom November 2011 als interessante Sommerlektüre. Dort wird schlicht festgestellt, dass Hessen seinen Bedarf an erneuerbarer Energie in Zukunft nur mit Windenergie decken kann. Daran wird auch eine Potentialanalyse in Oestrich-Winkel nichts ändern.

Die Einladung zur Teilnahme an der Informationsveranstaltung richtet sich an alle interessierten Bürger, ausdrücklich auch an diejenigen, die Windkraftanlagen skeptisch gegenüberstehen. „Gerade die Entscheidungsträger in den politischen Gremien tun gut daran, sich vor Ort und in der Praxis zu informieren. Nur so kommen sachlich fundierte Entscheidungen zu Stande. Eine kategorische Ablehnung aus ideologischen Gründen hilft niemandem und die künstlich herbeigeredeten Horrorszenarien eines mit Windrädern zugebauten Taunuskamms ziehen bei den Bürgern längst nicht mehr“, sagt die Fraktionsvorsitzende Christel Hoffmann in Richtung der CDU-Parlamentarier. „Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg suchen, die Energiewende auch im Rheingau mit zu vollziehen. Wenn wir unseren Kindern und Enkeln eine Landschaft hinterlassen wollen, die zu schützen sich lohnt, müssen wir den Klimawandel bremsen“, ergänzt Werner Fladung..

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