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„Wir in der Oestrich-Winkeler SPD und viele Bürgerinnen und Bürger haben kein Verständnis dafür, dass Erster Stadtrat Heil und seine CDU nicht bereit waren, über das Angebot eines für die Parteien und die drei Bürgermeisterkandidaten verbindlich zu vereinbarenden Fairnessabkommens zu reden“, so der SPD-Vorsitzende Carsten Sinß. Vieles, angefangen von Zeit und Ausmaß der Plakatierung, dem Verzicht auf persönliche Diffamierungen und Beleidigungen in Flugblättern und öffentlichen Verlautbarungen hätte in Übereinstimmung geregelt  und damit ein positiver Umgang aller Wettbewerber um das Bürgermeisteramt nach außen deutlich werden können.

„Wir hätten dadurch zu einem positiven kommunalpolitischen Image von Oestrich-Winkel beitragen und deutlich machen können, dass man ungeachtet unterschiedlicher Meinungen zu einzelnen kommunalen Themen Regelungen für einen vernünftigen Umgang miteinander vereinbaren kann“, so Werner Fladung (SPD), der sich auch hier „mehr Miteinander“ gewünscht hat.

Nun ist leider festzustellen, dass in den letzten Wochen schwere verbale Geschütze seitens der CDU-Oberen aufgefahren werden. Da wird die engagierte Stadtverordnetenvorsteherin mit ehrverletzenden und persönlich diskreditierenden Äußerungen angegriffen, die SPD und Bürgermeisterkandidat Werner Fladung werden gar als „Chaoten“ beschimpft. Von dem CDU-Parteivorsitzenden Andreas Orth kennt man derartige und auch schlimmere Entgleisungen und Verunglimpfungen zur Genüge. Schlimmer ist aber, dass dessen zahlreiche Ausfälle gegen ehrenamtlich Tätige mit anderer Meinung seit dem zuletzt schlechten CDU-Wahlergebnis offenbar zunehmend von der gesamten CDU und deren Wahlkampfteam rund um den ehemaligen Stadtverordnetenvorsteher Roland Laube gutgeheißen wird.

"Wenn die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat Heil  Interesse an einem nachprüfbar fairen Wahlkampf gehabt hätten, wäre das Angebot eines Fairnessabkommens zwischen den Bürgermeisterkandidaten und den sie tragenden Parteien nicht abgelehnt worden“, so Sinß. Was in letzter Zeit festzustellen ist: CDU-Kandidat Heil, der als hauptamtlicher Stadtrat in die Wahl zieht und damit unter enormem Erwartungsdruck derjenigen steht, die ihn vor vier Jahren in dieses Amt mit der Perspektive des Bürgermeisterpostens gewählt haben, wird in seiner Wortwahl zunehmend aggressiver und scheint sich vom Parteivorsitzenden Orth einiges abgeguckt zu haben. Erst jüngst hatte 1. Stadtrat Heil die engagierten, ehrenamtlich tätigen  Mitglieder  der „Arbeitsgemeinschaft Verkehr“ ohne jeglichen Anlass in der Stadtverordnetensitzung mit dem Vorwurf attackiert, dass „sie in den letzten 1,5 Jahren nichts zustande gebracht hätten“. „Wer sich deren Arbeit objektiv anschaue, erkenne schnell, dass sie bestehende Probleme akribisch aufgelistet und zu vielen Punkten auch Lösungsvorschläge zu Papier gebracht hätten. Vieles von dem hätte eigentlich die hauptamtlich geführte Verwaltung als Entscheidungsgrundlage liefern müssen. Zuvor schon hatte Heil den Seniorenbeiratsvorsitzenden Kurt Lippert und auch den in Energie- und Umweltfragen engagierten Dr. Hoffmann mit persönlichen Anwürfen bei deren ehrenamtlichen Engagement verletzt“, erinnert sich Carsten Sinß.

Die SPD stellt auf jeden Fall klar, dass sie sich auf dieses Niveau nicht einlässt und einen fairen und sachlichen Wahlkampf führen wird. „Wir kämpfen nicht um die derbsten Parolen, sondern um die besten Ideen“, so Sinß abschließend.

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