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SPD Oestrich-Winkel zur Windenergie

„Wir wollen unseren Beitrag zur Energiewende leisten und dazu müssen wir jetzt aktiv werden“, fordert Werner Fladung, Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt in Oestrich-Winkel. Viel zu lange habe man sich mit der Hinhaltetaktik und Ankündigungspolitik der Windkraftgegner zufrieden gegeben. Nun sei es an der Zeit, konkrete Schritte zu unternehmen, um den von der breiten Mehrheit gewünschten Ausstieg aus der Atomenergie voranzubringen.

Beim Blick auf die von der Landesregierung veröffentliche Windhöfigkeitskarte und die Darstellung der Suchräume, in denen die Errichtung von Windkraftanlagen grundsätzlich möglich sei, ergäben sich zwei bevorzugte Standorte in der Gemarkung Oestrich-Winkels. Dies sei zum einen der bereits von Geisenheim ins Gespräch gebrachte Hörrkopf, auf dem sich in der Oestrich-Winkel Gemarkung der Hundskopf anschließe, sowie das Areal zwischen Rheinhöhenweg und Hoher Straße am Nordhang der Kalten Herberge. „Beide Standorte haben den Vorzug, dass sie nicht an exponierter Stelle liegen und die Anlagen mindestens teilweise hinter dem Taunuskamm verschwinden. Der westliche Standort ist zum Beispiel vom Rheintal aus gar nicht zu sehen. Wegen der nördlichen Positionierung der Windräder wird es auch keine Probleme mit dem Schlagschatten der Rotoren geben, wie schon befürchtet wurde“, erklärt Fladung.

Ohne weiteren Verzug müssten jetzt die nächsten Schritte unternommen werden, um die ins Auge gefassten Standorte einer näheren Prüfung zu unterziehen. Dazu seien die vorgeschriebenen Abstände zu Siedlungen und Naturdenkmälern zu ermitteln sowie das avifaunistische Gutachten und das Gutachten zu „Windkraftempfindlichen Fledermausarten“ der Landesregierung auszuwerten. Parallel zu den Aktivitäten des Zweckverbandes Rheingau sei es unabdingbar, die Vorbereitungen für die planungsrechtliche Umsetzung bereits jetzt anzuschieben, um nicht weitere Zeit zu verlieren.

Wegen der notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen nehmen Planungs- und Bauphase vergleichsweise viel Zeit in Anspruch. Deshalb sei es angeraten, die Synergieeffekte zu nutzen, die man gemeinsam mit Geisenheim erzielen könne und die in ähnlichem Maße auch an der Kalten Herberge erreicht werden können, wenn dort bis zu 6 Anlagen Platz fänden. Allein mit diesen 6 Anlagen könne der Energiebedarf von ganz Oestrich-Winkel erzeugt werden. Das dabei auch für die chronisch leere Stadtkasse erhebliche Einnahmen erzielt werden können, sei nicht der ausschlaggebende, aber doch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.
Die SPD plant für den 25. August und den 2. September Wanderungen in den beiden betroffenen Bereichen. Dabei wird auch Gelegenheit sein, sich den Nordosthang des Hundskopfs anzusehen, wo als Ausgleich für eine Felssicherungsmaßnahme im Wispertal eine Fläche von 13 Hektar gerodet worden ist. Näheres zu den Wanderungen wird in den nächsten Tagen folgen.

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